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Berufsbild Lebensberater | Psychosoziale Beratung

Psychosoziale Beratung (auch bekannt als Lebens- und Sozialberatung oder Lebensberatung) ist die professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen.

Lebensberatung geht weit über die psychologische Beratung hinaus!

 

Die Lebens- und Sozialberater können auf Grundlage der erlernten Methodik Einzelpersonen, Paare und Familien, Vereine und Gruppen sowie Firmen und Institutionen psychologisch beraten. Die Themen der psychologischen Beratung umfassen insbesondere Identität, Kommunikation, Mobbing, Mediation, Stress und Burnout, Neuorganisation, Erziehung, Partnerschaft und Familie, Sexualberatung, Tod und Sterben, Validation und Trennung.

Der Einsatzbereich der ausgebildeten Lebens- und Sozialberater geht oft weit über die psychologische Beratung hinaus. Lebens- und Sozialberatung ist die umfassende professionelle Beratung und Betreuung von Menschen in Problem- und Entscheidungssituationen. Lebensberatung trägt dazu bei, belastende oder schwer zu bewältigende Situationen zu erleichtern oder zu verändern und eine Lösung dafür zu finden. Sie unterstützt und berät Einzelne, Paare, Familien, Teams und Gruppen beim Erarbeiten von Lösungen.

Psychologische Beratung – im Sinne der Lebens- und Sozialberatung – bezeichnet eine psychologische Maßnahme zur Aufarbeitung und Überwindung von Problemen sowie Konflikten und ist eine zentrale Interventionstechnik im Bereich der nicht-heilkundlichen Psychologie. Gegenstand der psychologischen Beratung sind Aufarbeitung und Überwindung persönlicher sowie sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde. Es kommen hierbei in der Regel psychologische und psychotherapeutische Techniken zum Einsatz, die zum Teil auch aus der Psychotherapie bekannt sind.

 

Psychotherapie

Psychotherapie ist eine Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Störungen mit Krankheitswert, während psychologische Beratung eine Hilfestellung für psychisch gesunde Menschen mit konkreten Lebensproblemen ist. Psychologische beratung kann überall dort zum Einsatz kommen, wo es um die Lösung und Überwindung von persönlichen und sozialen Konflikten geht. Methoden der psychologischen Beratung finden daher Verwendung in den verschiedensten Bereichen der sozialen und psychologischen Arbeit.

 

Tätigkeitsbereiche der Psychologischen Beratung

  • Lebensberatung
  • Berufs- und Studienberatung
  • Bildungsberatung
  • Ehe- und Partnerschaftsberatung
  • Erziehungsberatung
  • Familienberatung
  • Jugendberatung
  • Drogenberatung
  • genetische Beratung
  • Beratungen zur Bewältigung spezieller Erkrankungen
  • Beratung für Menschen mit Behinderung
  • Personal- und Führungskräfteberatung
  • Konfliktberatung
  • Entscheidungsberatung
  • Mobbingberatung
  • Opferberatung
  • Beratung in Bezug auf Möglichkeiten und Planung einer Psychotherapie
  • Persönlichkeitsberatung
  • Kommunikationsberatung
  • Konfliktberatung, Mediation
  • Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung
  • Scheidungsmediation
  • Erziehungsberatung
  • Berufsberatung
  • Karriereberatung
  • Mobbingberatung
  • Coaching
  • Sexualberatung
  • Sozialberatung
  • Gruppenberatung
  • Supervision
  • Krisenintervention
  • Bewältigung von KrisenDie Beratungsthemen und -anlässe für Lebens- und Sozialberatung sind so vielfältig wie der Alltag und betreffen alle Themen von verschiedenen Sichtweisen aus
  • Familienplanung
  • Partnerschaft
  • Entspannung
  • sexuelle Erfüllung
  • aber auch Krankheit, Verlassensein, Tod
  • Erziehungsfragen wie Probleme mit pubertierenden Jugendlichen oder Ablösung der Kinder vom Elternhaus
  • Neuorganisation
  • Pflege naher Angehöriger
  • Streit innerhalb der Familie
  • Berufswechsel
  • Teamarbeit
  • Mobbing
  • Arbeits – und Umwelteinflüsse wie z.B.
    • Identitätsprobleme
    • Kommunikationsprobleme
    • Stress
    • Persönlichkeitsprobleme
      sind z.B. Beweggründe, eine(n) Lebens- und SozialberaterIn aufzusuchen.

Krank oder Gesund?

Die Unterscheidung zwischen „Kranken“ und „Gesunden“ erfolgt nach ICD-10, worin sich eines der Kapitel auf „psychische und Verhaltensstörungen“ bezieht. Psychische Störungen sind Krankheiten, die begleitenden psychischen Auffälligkeiten werden als Symptome einer zugrunde liegenden körperlichen Störung aufgefasst. Folgende Kriterien müssen vorliegen, wenn psychische Störungen diagnostiziert werden:

  1. Devianz (Abweichung von Normen und Wertvorstellungen einer Gesellschaft);
  2. Leidensdruck (subjektives Gefühl);
  3. Beeinträchtigung (in der Bewältigung des Alltags);
  4. Gefährdung (es kann zu Selbst- oder Fremdgefährdung kommen).

Die jeweilige Ausprägung dieser „vier Komponenten der Abnormalität“ kann individuell sehr verschieden gewichtet sein, vielfach stehen sie miteinander in Wechselwirkung. Erst wenn alle vier Kriterien vorhanden sind, spricht man von einer psychischen Störung, einer Krankheit. Die Vorlage eines der Kriterien zB Leidensdruck alleine, ist also noch keine Krankheit; wer wegen eines Leidensdrucks Hilfe in Anspruch nehmen will, kann sich daher an einen Lebens- und Sozialberater wenden und dieser kann den „Leidenden“ beraten.

Psychologische Beratung

Eine psychologische Beratung („counseling psychology“) ist kurzfristig, klärend (Wissensvermittlung), stützend (Problemlösung soll relativ bald erreicht werden), führend direktiv (Anleitung möglich), symptomorientiert, zielorientiert sowie kontext- und ressourcenorientiert  (Empowerment: Rückgriff auf Fähigkeiten, Ressourcen, etc.). Psychologische BEratung geht über das Geben von Informationen und Ratschlägen hinaus und dient der Lösung und Aufarbeitung von psychischen Problemen unter aktiver Mitarbeit der KlientInnen.

Indikation für psychologische Beratung

Als Indikationskriterien für psychologische Beratung gelten psychosoziale Krisensituationen und die Unfähigkeit die aktuelle Lebenssituation zu bewältigen (Arbeiten im „Hier und Jetzt“). Das Konzept der Beratung ist alt und gehört seit langem zu den Interventionsformen der Lebens- und Sozialberater (zB im Bereich der Erziehungsberatung).

Merkmale der Lebens- und Sozialberatung

  • Bei Beratung geht es um den Erhalt bzw. die Verbesserung vorhandener Fähigkeiten und Fertigkeiten (weniger um die Wiederherstellung von Funktionen)
  • Beratung soll eine Hilfestellung leisten, um das Auftreten von Belastungen, Beschwerden oder Störungen zu verhindern.
  • Die Selbsthilfe des Klienten soll gefördert werden

Philosophische Diskussionen

Auch das Anbieten und die Durchführung von die verschiedenen Lebensbereiche betreffend philosophischen Diskussionen, zB nach einem Todesfall mit Familienmitgliedern, fallen unter den Tätigkeitsbereich des Lebens- und Sozialberaters.

Lebensberater Ausbildung

Quelle: Memorandum Lebens- und Sozialberatung / Psychologengesetz 2013

Lebensberater Ausbildungscurriculum Inhalte der Ausbildung

Lehrgang für Lebens- und Sozialberatung

 

1.  Einführung in die Lebens- und Sozialberatung: 20 Stunden

  • historische Entwicklung der Lebens- und Sozialberatung
  • gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen der Lebens- und Sozialberatung
  • Sozialphilosophie und Soziologie

2.  Gruppenselbsterfahrung: 120 Stunden

 

3.  Grundlagen für die Lebens- und  Sozialberatung in den angrenzenden
sozialwissenschaftlichen, psychologischen, psychotherapeutischen,
pädagogischen und medizinischen Fachbereichen: 68 Stunden

  • Unterschiede, Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten zwischen Lebens- und Sozialberatung, Psychotherapie, Psychologie, Medizin (Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Empfängnisregelung und Psychiatrie), Seelsorge, Pädagogik, Sozialarbeit und sonstigen Tätigkeiten im psychosozialen Umfeld
  •  anthropologische und philosophische Grundlagen in den angrenzenden Fachbereichen
  •  psychologische und pädagogische sowie kommunikationstheoretische Grundlagen

4.  Methodik der Lebens- und Sozialberatung: 240 Stunden

  • Überblick über verschiedene Beratungsmodelle der Einzel-, Paar- und Familienberatung
  • Theorie und Praxis einer Methode der Lebens- und Sozialberatung
  • Psychosoziale Interventionsformen und prozessuale Diagnostik in der Beratung
  • verschiedene Themen der Lebens- und Sozialberatung gemäß der Berufsumschreibung im § 119 GewO 1994
  • Einführung in spezielle Beratungsfelder wie Supervision, Selbsterfahrung, Coaching, Mediation
  • Beratung nach dem  Familienförderungsgesetz

5.  Krisenintervention: 80 Stunden

  • Erkennen von Krisen
  • Krisensymptome
  • Verlaufsformen von Krisen
  • Interventionen bei Krisenverläufen
  • Überweisung und Kooperation

6.  Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der
Lebens- und Sozialberatung: 24 Stunden

  • Familienrecht
  • Berufsrecht
  •  Allgemeine Rechtsfragen

7.  Betriebswirtschaftliche Grundlagen: 16 Stunden

  • Buchführungspflichten,  Betriebsführung
  • Steuerrechtliche Grundlagen
  • Kalkulation und Verrechnung
  • Marketing für Lebens- und SozialberaterInnen

8.  Berufsethik und Berufsidentität: 16 Stunden

  • ethische Grundfragen
  • Standes- und Ausübungsregeln
  • Berufsbild und Tätigkeitsbereiche
  • Berufsidentität und Berufsorganisation

Sonstige Bestimmungen betreffend den Lehrgang für Lebens- und Sozialberatung:

1.

Der Lehrgang hat insgesamt mindestens 584 Stunden in mindestens fünf Semestern zu umfassen. Die Ausbildungseinrichtung überprüft den Lernerfolg nachprüfbar schriftlich und mündlich.

2.

Dem Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss des Lehrganges für Lebens- und Sozialberatung müssen Belege betreffend den Namen der Person, durch die die Leitung der Gruppenselbsterfahrung erfolgt, samt Glaubhaftmachung ihrer Qualifikation gemäß § 4 Abs. 3 angeschlossen sein.

3.

Das Abschlusszeugnis enthält deutlich sichtbar das Logo der Lebens- und SozialberaterInnen.

Link zur gesamten Rechtsvorschrift für Lebens- und Sozialberatungsverordnung – Zugangsvoraussetzungen

Lebensberater Praxisstunden

Lebensberater Fachliche Tätigkeit

Wir laden Lebensberater in Ausbildung ein zur aktiven Mitarbeit in unserem Verein. Die Praktikumsstunden werden in Ihrem jeweiligen Wohnort absolviert. Die Praktikumszeit wird offiziell bestätigt und ist anerkannt. Die Supervision und Selbsterfahrung wird von einem „ausbildungsberechtigten Diplom Lebensberater“ durchgeführt.

§ 2. (1) Die fachliche Tätigkeit im Gesamtausmaß von 750 Stunden hat jedenfalls zu umfassen:

1.

mindestens 100 protokollierte Beratungseinheiten (darunter mindestens fünf Erstgesprächsprotokolle und Prozessprotokolle über zwei abgeschlossene Beratungen) und

2.

mindestens 100 nachgewiesene Supervisionseinheiten (Einzel- und Gruppensupervision), davon mindestens zehn Einzelsupervisionseinheiten.

(2) Unbeschadet der Erfordernisse gemäß Abs. 1 sind folgende Tätigkeiten bis zu dem allenfalls angegebenen Höchstmaß auf eine fachliche Tätigkeit voll anzurechnen:

1.

fachliche Beratungs-, Begleitungs- und Betreuungstätigkeiten in einschlägigen Praxen oder Institutionen im Ausmaß von höchstens 200 Stunden und

2.

Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen („Peergroups“ zur Prozessreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion über Literatur, Übungen) im Ausmaß von höchstens 100 Stunden und

3.

Leitung oder fachliche Assistenz bei themenspezifischen Seminaren im Ausmaß von höchstens 150 Stunden und

4.

Aufwand für die Vor- und Nacharbeit der genannten Tätigkeiten im Ausmaß von höchstens 150 Stunden.

(3) Ein im Rahmen eines vom Bewerber abgeschlossenen Ausbildungsganges gemäß § 1 Z 2 absolviertes Praktikum ist auf eine fachliche Tätigkeit insoweit anzurechnen, als der Ausbildungsinhalt des genannten praktischen Teils/Praktikums beratungsspezifisch ist und den Abs. 1 und 2 entspricht.

(4) In den Bestätigungen über die fachliche Tätigkeit müssen die einzelnen Bestandteile, aus denen sich die fachliche Tätigkeit zusammensetzt, im Einzelnen ausgewiesen sein. Für jeden Bestandteil muss die genaue Stundenanzahl angegeben und in einer Gesamtaufstellung zusammengefasst sein. Eine Beratungseinheit und eine Supervisionseinheit gelten jeweils als eine anrechenbare Stunde fachlicher Tätigkeit.

Link zur gesamten Rechtsvorschrift für Lebens- und Sozialberatungsverordnung – Zugangsvoraussetzungen

VEREIN SONNENKIND zur Förderung junger Erwachsener | Praxisstelle  Lebens- und Sozialberatung | Praktikum für Lebens-und Sozialberater: Wir suchen Lebensberater in Ausbildung als Praktikanten für ein selbst organisiertes Praktikum in Ihrer Region. Supervision (Einzelsupervision und Gruppensupervision) sowie Selbsterfahrungsstunden sind im Lebensberater Practitioner Lehrgang – der Lehrgang zum Aufbau einer erfolgreichen Praxisgründung – inkludiert. Im LSB-Practitioner Lehrgang erarbeiten Sie sich auf betriebswirtschaftlichen und marketingtechnischen Grundlagen eine komplette Strategie, Positionierung, Business-Plan, Corporate Identity und Corporate Design, Web-Auftritt, SEO, Netzwerk, Jobs als Trainer im Training, Supervisor/Supervisorin, LeiterIn von Selbsterfahrungsgruppen, als Mediator/Mediatorin in Mediationen, der Ehe- und Familienberatung, der Kinder- und Jugendlichenberatung, der Familienberatung,…

Ich stehe Ihnen gerne für ein unverbindliches und kostenloses Erstgespräch zur Verfügung.

Bitte schreiben Sie mir ein E-Mail oder rufen Sie mich an!

So kommen Sie zu mir!

2442 Unterwaltersdorf, Wienerstraße 17

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